2025 ein Jahr des Aufbruchs
Schaue ich aktuell in die Medienlandschaft, ob Zeitungen, online Magazine oder auch YouTube wird mir immer wieder ganz bang. Geht es nach der Berichterstattung ist das kommende Jahr geprägt von
- dem Krieg in der Ukraine
- dem unglaublichen Leid im Gaza-Streifen, in Israel, Syrien, Jemen …
- dem wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands
- dem Politik-Chaos in Österreich
- der Dominanz von Elon Musk
- dem Politik-Versagen in Deutschland + Neuwahlen
- und nicht zuletzt von Jobverlusten durch KI Innovationen
Spreche ich dagegen mit Menschen in meinem näheren Umfeld kann in 2025 ganz viel Neues entstehen, sind viele Freunde hoffnungsvoll ob der Chancen durch KI, glauben viele an eine echte Aufarbeitung von Fehlentscheidungen (von der Covid19 Politik bis hin zu Bürokratiemonstern) oder auch daran, dass wir gesellschaftliche Risse gemeinsam wieder heilen können. Dialog, echtes Interesse am „Gemeinwohl“ sowie etwas mehr differenzierte Analysieren der letzten Jahre sind da bestimmt hilfreich. Doch nehmen wir mal an, all die genannten Dinge treten nicht ein, was müssten wir denn tun – jeder für sich! – um glücklicher zu sein? Was könnten wir tun um unsere persönliche Resilienz zu veressern?
Bindung, Achtsamkeit und Authentizität
Zwischen den Jahren habe ich intensiv an unserer neuen b-hero Box Resilienz gearbeitet. Dabei möchte ich an dieser Stelle gern nochmal die Arbeiten von Brene Brown, Robert Waldinger, Russ Harris und Bernd Schmid hervorheben. Denn Brene Brown hat zum Thema „Vulnerarbility“ also Verletzlichkeit oder „Schwäche“ geforscht und mehrere ganz wunderbare TED Talks gehalten.
Für mich die zentralen Findings aus ihren Ausführungen:
- Glückliche Menschen akzeptieren „Vulnerability“, also verzichten darauf alles unter Kontrolle haben zu wollen => agieren in Iterationen
- Glückliche Menschen erleben sich als wertvoll. Sie sind davon überzeugt glückliche Beziehungen führen zu dürfen – was uns zum Thema Scham bringt.
- „Scham“ in ihrer Definition meint, dass ein Mensch Angst hat, aufgrund seiner Eigenschaften, Dingen die er besitzt oder getan hat ausgegrenzt oder mit „Bindungs-Entzug“ bestraft zu werden. Also glaubt, dass er es aus bestimmten Gründen nicht wert ist akzeptiert zu werden (wenn er authentisch ist).
- Authentizität meint nun, dass man für seine Werte, Überzeugungen oder auch seinen Glauben eintritt – sich also zeigt wie man ist – und (trotzdem) in Beziehung mit anderen Menschen steht.
- Glückliche Menschen sind in der Lage auch negative Gefühle zu akzeptieren und auszuhalten, insbesondere da sie in der Lage sind sich davon zu lösen und wieder positive Dinge in den Blick zu nehmen.
- Hemmt/ blockt man negative Gefühle, blockt man auch Liebe, Freude, Zugehörigkeit. Glückliche Menschen erlauben sich einen breiteren Gefühlskorridor.
- Wissenschaftlerinnen dürfen auch Storyteller sein und Daten witzig verpacken
Bevor wir uns das genauer anschauen noch 2 korrespondierende Inputs. Zum einen die längste Sozialstudie der Welt, die „The Good Life“ Studie aus Harvard (Waldinger, R., & Schulz, M. (2023). The Good Life: Lessons from the World’s Longest Study on Happiness. London: Rider / Penguin.) Diese kommt aus meiner Sicht zu dem Ergebnis:
- Gedeihliche Beziehungen sind der wichtigste Faktor für glückliches Leben
- Geld, Wohlstand, Gesundheit oder soz. Status sind wichtig – doch nicht entscheidend
- Das Elternhaus ist (selten) entscheidend
Hilfreich ist auch ein Blick auf die gute „alte“ Acceptance und Commitment Therapy (ACT), da sie neben Bindung und Authentizität auf Handlungsfähigkeit und eben auch Reflexionfähigkeit (Selbst als Kontext) setzt. Es geht nach Russ Harris also um:
„…it’s about action guided by your core values—behaving like the sort of person you want to be. What do you want to stand for in life? What really matters, deep in your heart? How do you want to treat yourself, others, and the world around you? What do you want to be remembered for at your funeral?„
Harris, Russ. ACT Made Simple: An Easy-To-Read Primer on Acceptance and Commitment Therapy (The New Harbinger Made Simple Series) (English Edition) (S.3). New Harbinger Publications. Kindle-Version.
Um das besser zu verstehen, hilft das sogenannte ACT Hexaflex, welches wir in unserem Playbook zur Heldenreise näher erläutert haben. Es greift 6 Elemente auf, die psychische Flexibilität fördern … also um auf Authentizität und Bindung zurück zu kommen, die Fähigkeit sich für das einzusetzen was einem wichtig ist – auch wenn dies einen Preis hat. Und damit auch die Bereitschaft diesen Preis zu zahlen, also sich für einen unbestimmten Zeitraum mit negativen Dingen zu beschäftigen – um langfristig glücklich zu sein.

Wo steckt hier jedoch der Input von Dr. Bernd Schmid? Er kommt mit dem Modell des Sinnzirkels ins Spiel (welcher an anderer Stelle von ihm und Dr. Andreas Kannicht mit dem Teufelkreis verbunden wurde.
An dieser Stelle mit Blick auf Resilienz und Happyness ist „Letting Go“ wichtig. Also an einem bestimmten Punkt zu pausieren, sich zu erholen und etwas entstehen zu lassen (was jetzt noch nicht sichtbar oder erlebbar ist). In anderen Worten, Raum zu schaffen für Sinn-Erleben und aus der Vergangenheit lernen.
Fazit – Konkrete Tipps für mehr Happyness
Aus obigen Überlegungen ergibt sich zu erst mal, dass etwas Humor und sich selbst nicht zu ernst zu nehmen viel hilft. Dies steckt insbesondere in den Videos von Brene Brown, aber auch in den anderen Inhalten wenn man die Originale liest/anschaut.
Darüber hinaus gibt es jedoch auch 3 Dinge, die konkret für mehr Happyness sorgen
- Die Fragen beantworten:
Welche Menschen sind mir wirklich wichtig? Welche Beziehungen sind für mich besonders bedeutungsvoll? Bin ich diesen Menschen gegenüber authentisch? Wenn ja … was brauche ich noch um auch anderen Menschen (die für mich nicht so essentiell sind) authentischer zu begegnen. Mich mehr so zu zeigen, wie es meinen Werten, Idealen und meiner Vision entspricht. #Alltagsheldin #Alltagsheld
Wenn nein? Was könnte mir helfen authentischer in wichtigen Beziehungen zu agieren? - Den eigenen Gefühlskorridor (etwas) erweitern und zulassen, dass es sich auch mal schlecht anfühlt. Denn damit kann das Gefühlspendel auch in die andere Richtung stärker schwingen. Grundlage dafür ist die Akzeptanz, dass das Leben Licht UND Schatten parat hält.
- Aktiv werden und für die eigenen Ziele „kämpfen“. Sich aufraffen, ggf. sich Hilfe oder Unterstützung suchen um wieder der eigenen Vision zu folgen (oder eine eigene Vision von Good Life zu entwickeln) … und dabei den Fokus immer wieder auf die positiven Dinge lenken (z.B. mit Hilfe eines Glückstagebuchs oder Hero Journal).
Für die ganz mutigen gibt es auch noch den “ Choice Point“ bzw. den Entscheidungspunkt nach Russ Harris. Ähnich wie Rudi Wimmer macht er nochmal deutlich, dass wir uns IMMER dafür entscheiden können auf das zu schauen wovon wir weg wollen, oder uns dem zuzuwenden was wir uns wünschen, wo wir hin wollen. Und natürlich lässt sich dies auch mit dem ACT Hexaflex verbinden, doch dazu kommen wir in einem anderen Beitrag.
Ich und die anderen b-heros wünschen ein Happy 2025 und viele gedeihliche Beziehungen
