Mentale Gesundheit & Gesunde Kultur

Aktuelle Entwicklungen und Take-Aways aus dem BGM Netzwerktreffen der Metropolregion Rhein Neckar bei MLP in Wiesloch. Danke vorweg an das Team von Anika Dornieden(LinkedIn) und die vielen spannenden Geprächspartner, z.B. Tim Kleber von Mentalport (https://www.mentalport.health/)

GBU als Startpunkt

In meinen Gesprächen vor Ort die Top Themen:

  • Mentale Gesundheit
  • Bewegung bzw. gesunde Aktivitäten
  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Smarte Lösungen bzw. Apps

Beim Thema mentale Gesundheit nimmt die psychische Gefährdungsbeurteilungen (GB-Psych) eine ganz besondere Rolle ein. Zum einen da sie gesetzlich vorgeschrieben ist (auch wenn noch wenig kontrollier), zum anderen da sie häufig ein wichtiger Baustein ist, um die Mentale Gesundheit im Unternehmen professionell in den Blick zu nehmen. Hier insbesondere nochmal vielen Dank an Tim Kleber für die Einblicke in die Lösung von mentalport. Damit wird aus meiner Sicht tatsächlich schon sehr viel sichtbar und vor allem wird eine Implementierung von (nachhaltigen) Maßnahmen und das Tracking vereinfacht. #GoodJob!

Gleichzeitig wurde in den diversen Gesprächen auch deutlich, dass die Bereitschaft der Unternehmen sinkt, in BGM Maßnahmen zu investieren. Meine Gesprächspartner haben dafür verschiedene Gründe benannt, von Sparprogrammen, hoher Fluktuation (zum Teil erwünscht), fehlender Priorität des Themas oder fehlenden „Treibern“ in der Organisation – bis hin zu fehlenden Strukturen.

Mein zentrales Take-Away mit Blick auf unser #SBX für Schlüsselpersonen ist. Der Fokus auf Leistungsträger und Schlüsselpersonen ist gerade jetzt die passende Strategie. Denn um weiterhin erfolgreich zu bleiben bzw. die Krise zu meistern, kommt Einzelnen in der Organisation eine ganz besondere Bedeutung zu. Vor allem, da sie als Vorreiter, Umsetzer oder Impulsgeber viele andere befähigen in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. #Resilienz.

In dem Zuge hat sich eine weitere Hypothese verfestigt. Diese Schlüsselpersonen passen nur bedingt zur Logik von klassischen BGM Lösungen, den dazugehörigen Prozessen und Rahmensetzungen. Warum? BGM hat häufig eine Tendenz zu regulieren und zu kontrollieren ob Vorgaben eingehalten werden. Das ist eine notwendige Schutzfunktion und so absolut berechtigt. Doch HighPerformer zeichnet häufig ein anderes Mindset und eine andere Motivation aus. Da geht es nicht um Kontrolle, sondern Vertrauen, gute Daten und Unterstützung beim Umsetzen (bzw. wegräumen von Hindernissen / meistern von Herausforderungen). #Leistungsfähigkeit

Beweg Dich, beweg was

Die Initiative der Metropolregion für mehr Bewegung ist dafür ein sehr schönes Beispiel. Denn gerade bei den Rückmeldungen der Preisträger wurde wieder deutlich, dass in den besonders erfolgreichen Unternehmen einzelne Personen das Thema in die Hand genommen haben, andere begeistert bzw. angetrieben haben und es zu ihrem „Projekt“ gemacht haben.

Für mich herausgestochen ist hier die Hochwarth IT (https://www.hochwarth-it.de/) die in der Kategorie „mittlere Organisationen“ auch den Preis gewonnen hat. Hier war der Geschäftsführer persönlich anwesen, hat deutlich gemacht wie wichtig für ihn gesunde (und damit auch leistungsfähige) Mitarbeitende sind, was die Firma sonst noch anbietet und vor allem: Dass er hinter dem Thema steht. #Top #Leadership … und wie ich verstanden habe, geben ihm die Geschäftszahlen recht.

Bewegung bzw. Aktivität weiter denken (Arbeitsplatzgestaltung)

Als b-hero haben wir sehr gute Erfahrungen mit Schwingungsplatten von SiWave gemacht (https://www.siwave.eu/). Das hilft vor allem die Faszien zu lockern und Rückenprobleme deutlich zu reduzieren. Mit Oliver Rapp von Aeris (einem der Sponsoren der Aktion) hatte ich dazu einen sehr guten Austausch. Zentral ist der Aspekt, dass der Wechsel von Sitzen und Stehen, sowie dauerhafte Aktivierung vielen Problemen vorbeugen kann. Also in anderen Worten, die Arbeitsplatzgestaltung nochmal anders denken kann eine passende Ergänzung von klassischen Bewegungsprogrammen sein. Das klingt wie Schleichwerbung, warum erwähne ich es trotzdem? Mit dem Trend um sehr teure „New Work Möbel“ bin ich sehr abgestumpft, mir ist das gefühlt zu viel Marketing. Die Logik und ehrliche Erklärung von Oliver finde ich im Kontext von wirkunsvollem und kosteneffizentem BGM jedoch sehr spannend. Vor allem, wenn dadurch tatsächlich die Ermüdung signifikant reduziert werden kann. Danke hier für Eure Impulse:

Gesunde Kultur

Die Top Themen von b-hero sind ja #Resilienz #Kultur und #Change. Dazu kommt zunehmend #KI. Die skizzierten Erkenntnisse zu BGM zahlen vor allem auf den Aspekt Resilienz ein. Insbesondere auf individuelle Resilienz und die individuelle Gesundheit.

Doch gerade der Aspekt der gemeinsamen Werte (Bewegung, Gesundheit, Leistung) und auch der Art und Weise wie Entscheidungen getroffen werden, wie mit Verantwortungsthemen umgegangen wird ist für uns sehr wichtig. Denn dass ist das Thema Kultur. Was eine gesunde Kultur auszeichnen kann, haben bereits hier angefangen zu skizzieren: https://b-hero.de/beitrag/gesunde-unternehmens-kultur/

Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus dem BGM Netzwerktreffen ergeben sich daraus sowohl für ein ganzheitliches Verständnis von gesunder Kultur neue Ansatzpunkte, als auch für unser Smartes BGM X (SBX). Aus Zeitgründen möchte ich mich hier auf die gesunde Kultur beschränken und die Effekte für das SBX in einem separaten BLOG Artikel beleuchten.

Findings für „Gesunde Kultur“

Im Rahmen des World-Cafe wurde insbesondere auf Learnings für die Community Themen (SAP) eingegangen, als auch auf die Erkenntnisse aus der Initiative „Beweg dich, beweg was“(siehe Bild oben). Mein Eindruck war, das folgenden Aspekten eine besondere Bedeutung zukommt:

  • Lachen, Spass in der Gruppe #Stimmung #Klima
  • Benchmarking (Herausforderungen im positiven) und Challenges mit Abwechslung
  • Gemeinsam Neues entdecken (Offenheit)
  • Transparenz und passende Kommunikation
  • Rolemodells, Influencer, Identifkations-Personen und Treiber
  • Commitment
  • Verbindung der Aktivitäten zu Unternehmenszielen (Reputation, Sichtbarkeit, Anerkennung)
  • Auswahl von Tools, die es einfacher machen (bzw. schon bewährt sind)
  • Passende Kommunikationskanäle um schnell Rückmeldungen zu ermöglichen, zu Problemen oder Erfolgen #Feedback
  • Dran bleiben / Persistenz

Aus meiner Sicht zeigen sich diese Themen in verkürzter Form auch sehr gut beim Thema Community … bzw. Launch und Promotion. Hier vielen Dank an die Impulsgeberinnen von SAP.

Fazit

Nach dem Motto: „Closing the Loop“ ist die mentale Gesundheit sowohl ein Element einer gesunden Unternehmens-Kultur und die Unternehmens-Kultur ist ein sehr starker Einflussfaktor auf die mentale Gesundheit. Viele BGM Ansätze vernachlässigen die Kultur, die Kommunikation, die Stressoren durch Verantwortungsübernahme (Einsatz für andere) und damit eben den ganzheitlichen Blick.

Insbesondere wenn die persönlichen Werte und Handlungsmuster nicht mehr zum Unternehmen passen, zeigen sich starke psychologische Auswirkungen. Dies wird besonders bei Firmenübernahmen (Mergern) bzw. Firmenzusammenschlüssen, oder beim Wechsel von Mitarbeitenden von kleinen Firmen in große Konzerne (and vice versa) deutlich. Hier kann ein gut organisieretes „klassisches BGM“ natürlich helfen und auch die genannte GB-Psych kann helfen den Einstieg in den Dialog bzw. in den Austausch zu finden.

Doch bei Schlüsselpersonen braucht es aus unserer Sicht mehr. Vor allem braucht es Vertrauen, die Unterstützung um handlungsfähiger zu werden und eben im Idealfall einen Ansatz der hilft die eigene mentale Gesundheitssituation besser zu verstehen um dann auf einer guten Datenbasis UND dem Bauchgefühl folgend (Intuition) besser Entscheidungen zu treffen. => Hierin liegt aus unserer Sicht der echte Triple WIN… Unternehmen bleiben leistungsfähig, Mitarbeitende bleiben gesund und auch das Umfeld (Familie, Freund, Kollegen) werden entlastet und inspiriert.