Smart BGM X (SBX)

Durch die vielen aktuellen Herausforderungen, weitreichende Veränderungen in Märkten, den sehr schnellen technologischen Wandel und das hohe „Stresserleben“ steigen Krankheitstage (AU-Tage) in Deutschland weiter an. Vor allem im Bereich der mentalen Gesundheit liegt aus Sicht von b-hero eine große Chance um diesem Trend nachhaltig entgegen zu wirken. Aus diesem Grund haben wir uns gemeinsam mit unseren HAi.Culture Partnern (www.hai-culture.de) auf den Weg gemacht um mit Hilfe von besseren Daten frühzeitig Präventionsangebote zu machen – und vom Gießkannenprinzip weiter zur individuellen Gesundheitsvorsorge zu gelangen.

Daten als Schlüssel für bessere Prävention

Seit dem Auftakt im TTZ NEA letzten Oktober haben wir viel an unserem „BGM Frühwarnsystem“ gearbeitet. Infos zur Veranstaltung und dem Start finden sich auf: https://b-hero.de/beitrag/hai-culture-im-ttz-nea/ Danke an dieser Stelle nochmal insbesondere an Prof. Yvonne Wetsch, Prof. Nils Schacht, Prof. Michael Müller, Bernd Scheurer, Joachim Stelzer und das Team vom TTZ Nea!

Weitere Infos und Statistiken finden sich hier: https://b-hero.de/beitrag/bgm-fruehwarnsystem-mit-ki/ An der Stelle nochmal herzlichen Dank an das Team der DAK Gesundheit, für die Bereitstellung der fundierten Statistiken und Auswertungen.

Aus o.g. Frühwarnsystem und allgemeinen Überlegungen wurde in der Zwischenzeit der Ansatz einesGAIA-X basierten Datenraumes, mit dem Ziel individuelle Gesundheitsdaten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Unternehmensdaten (Fokus Personal bzw. HR und Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM) und Angebote von Krankenkassen (später auch Gesundheits-Dienstleistern) so zu verbinden, dassfrühzeitig passende Präventionsangebote für den Bereich mentale Gesundheit gemacht werden können. Zum besseren Verständnis nochmal gegliedert:

  • Sicherer SBX Datenraum für die Gruppen
    • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • Unternehmen / Betrieb
    • Krankenkasse
  • Fokus
    • mentale Gesundheit
    • Prävention bzw. schnelle Entlastung
    • Sensorische Daten wie Ruhepuls, HRV
  • Entwickelt von Partnern aus dem EcoSystem HAi.Culture
  • Primäre MA-Gruppen
    • Schlüsselpersonen
    • Führungskräfte
  • Länder
    • Deutschland
    • Österreich
    • Schweiz
  • USP
    • Sicherer Datenraum durch Authentifizierung mit DID
    • Clearing Center (+ Hochsicherheits-Rechenzentrum) in Deutschland
    • Keine Anbindung an die Telematik bzw. ePA Infrastruktur notwendig

Anders gesagt, der Ansatz von GAIA-X und das hoch sichere Umfeld der Pfalzkom schaffen aus unserer Sicht im Jahr 2026 zum ersten mal eine Ausgangslage, mit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicher ihre Daten in einen nur für sie zugänglichen „Cloud-Speicher“ stellen können – um dann zu entscheiden welche Daten sie welchen anderen Akteuren für welchen spezifischen Zweck (also für welche Verarbeitung) zur Verfügung stellen.

Anders als bei der elektronischen Patienten-Akte (ePA) liegen bei unserem Ansatz die Daten eben nicht auf Plattformen der Telematik-Infrastruktur oder von unbekannten Firmen, sondern sie liegen in einem sicheren, abgegrenzten Bereich bei der Pfalzkom in Ludwigshafen und können nur von den Eigentümern der Daten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „verwaltet“ werden. Infos zur Pfalzkom und Datenräumen siehe: https://pfalzkom.de/

Validität der Daten

Daten sind nicht gleich Daten. Dies gilt insbesondere wenn wir über Daten von Sensoren bzw. von Smart Devices sprechen. Verschiedene Devices haben verschiedene Toleranzen, sind zum Teil unterschiedlich normiert bzw. geeicht und verwenden im Zweifel auch unterschiedliche Verfahren.

Im Kontext von SBX ist dies relevant, da wir für das Frühwarnsystem und die Begleitung vor allem auf Sensor-Daten von Smart Devices setzen. Dieser Ansatz hat sich in vielerlei Hinsicht bewährt, was die Erkenntnisse und vor allem den Effekt (die Auswirkungen) von Apple-Watch-Daten im Kontext von Vorhofflimmern eindrücklich belegen. Mittlerweile können hier mit einer Apple-Watch sehr gute Präventionsergebnisse erzielt werden, welche die Effekt von vielen klassisch medizinischen Ansätzen deutlich übersteigen – vor allem weil diese alltagstauglich sind und pragmatisch.

Dem Apple-Vorbild folgend nutzen wir für SBX entsprechende Daten, jedoch nicht nur von Apple-Devices, sondern auch von anderen Herstellern wie Garmin, Whoop, Withings, Polar etc. Entscheidend ist hier vielmehr die Möglichkeit die Daten über ein Smartphone abzurufen und in eine entsprechende App zu importieren, die „SBX App„.

Um trotzdem eine „solide Baseline“ zu forcieren, bietet sich die Normierung über ein gut genormtes Device bzw. Verfahren an. Im Idealfall gelingt dies über eine Kooperation mit der corvolution GmbH bzw. dem Ansatz mesana. Siehe: https://www.mesana.com/
Für das SBX liegt darin die Chance einen klar definierten Startpunkt zu definieren und im Sinne des Frühwarnsystems eine schnelle und unkomplizierte Standortbestimmung durchzuführen. Dem alten Prädikat „Made in Germany“ folgend bietet dieser Ansatz eine hohe Validität und vor allem eine Unabhängigkeit von Akteuren außerhalb Europas. #Datensouveränität

Quelle: mesana

Mehrwert für Unternehmen & MA

Das ganze System funktioniert nur, wenn es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Mehrwert bietet – sowie für die Unternehmen die es nutzen. Dies bezieht sich natürlich auf Themen wie Employer-Branding, Marketing und Unternehmenskommunikation. Doch um es tatsächlich spürbar bzw. messbar, braucht es Mehrwerte in anderen Bereichen. Konkret sehen wir für Unternehmen folgende Vorteile:

  • Reduziertes Risiko bzw. Risikomanagement
  • Weniger Ausfälle und Sonderkosten
  • Weniger Verzögerung durch den Ausfall von Schlüsselpersonen
  • Weniger Verzögerungen und Risiken durch fehlende Entscheidungen
  • Weniger Einarbeitungszeiten, durch den Ausfall von Experten
  • und im Idealfall natürlich eine Reduktion der AU-Tage von Schlüsselpersonen und damit stabilere Prozesse
  • gestärkte Resilienz und damit mehr Konfliktfestigkeit und Standfestigkeit in Krisensituationen
  • verbesserte Bedarfsanalyse für notwendige und sinnvolle Angebote im Kontext Prävention & mentale Gesundheit
  • verbesserte Erfolgskontrolle der durchgeführten Maßnahmen und schnellere Anpassung der Präventionsangebote (#Teilnahmequote)

Hinzu kommt, dass aus Sicht von b-hero und HAi.Culture es ein Wert an sich ist, die mentale Gesundheit von besonders beanspruchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu fördern. Egal ob es unter der Überschrift Frauengesundheit, Nachhaltigkeit oder gesunde Unternehmenskultur passiert.

Für Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Teams und Kunden sehen wir folgenden konkrete Mehrwert, die durch mehr mentale Fitness dank sinnvoller und effektiver Prävention realisiert werden können:

  • besserer Umgang mit Stresserleben und Konfliktsituationen
  • besseres Verständnis der eigenen Gesundheitsdaten und Kennzahlen
  • verbesserte Gesundheit dank individuell passender Präventionsangebote
  • optimierte Nutzung der Health-Benefits bzw. Gesundheits-Angebote des Unternehmens
  • kostenlose Diagnosen bzw. Checkups hinsichtlich mentaler Gesundheit
  • Nutzung der Unternehmensdaten und der Trend-Analysen von Krankenkassen für die Gestaltung der eigenen Prävention
  • Nutzung zusätzlicher und kostenloser Präventionsangebote, angepasst an die individuelle Situation
  • Zugang zu nicht öffentlichen bzw. speziellen Schulungsangeboten

Insbesondere für KMUs mit einer Größe von 100 bis ca. 1500 MA ist das Szenario besonders lukrativ. Denn können durch ein professionelles BGM, die gezielte Nutzung der HAi.Culture Erfahrungen können schneller und einfacher entsprechende Präventionsangebote realisiert werden. In vielen Konstellation mit geringen Mehraufwand, da viele Präventionsangebote von Krankenkassen oder anderen Trägern gefördert werden.

Wo ist der Haken?

Grundlage des SBX ist die Annahmen, dass es sich für Unternehmen lohnt die eigenen Schlüsselpersonen beim Thema mentale Gesundheit besser zu begleiten – und dass die betroffenen MA ein Interesse daran haben die eigenen mentale Gesundheit zu fördern. In beiden Fällen handelt es sich um eine (bewusste) Entscheidung. Aus Gründen wie Termindruck, bestimmten Glaubenssätzen oder kurzfristigen Ergebnisoptimierungen kann es sinnvoll sein sich dagegen zu entscheiden. Je nach Markt- und Wettbewerbssituation können die Argumente überwiegen, nicht auf das Thema Gesundheit zu fokussieren.

Aus Sicht von b-hero ist eine hohe Resilienz jedoch die Basis um Change und herausfordernde Situationen zu meistern und die wirklich wichtigen Dinge zu besprechen. Dazu gehört es auch, Risiken offen anzusprechen und konsequent für Abhilfe zu sorgen. Genau dabei hilft das skizzierte SBX System, in dem es bestehende Maßnahmen aufgreift bzw. vorhandene Optionen nutzt um gezielt die passenden präventiven Maßnahmen für die Schlüsselpersonen im Unternehmen zu ermitteln – und mit Zahlen, Daten und Fakten. Einschränkung: Im aktuellen Scope zielt das System nur auf die mentale Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Fazit

Stand April 2026 ist das „Smart BGM X“ (SBX) von HAi.Culture der vielversprechenste Ansatz um eine solide Datenbasis zu schaffen für eine optimale Prävention von Schlüsselpersonen im Unternehmen – beim Thema mentale Gesundheit und Burnoutprävention. Mit den aktuellen Partnern sind wir in der DACH Region einer von wenigen Anbietern die eine umfassende Lösung im BGM Bereich erarbeiten. Entsprechend werden die kommenden Wochen und Monate sehr spannend, wenn es darum geht einen MVP zu entwickeln und erste Kunden für unseren Ansatz zu begeistern.

Danke an alle Beteiligten, für die ehrlichen Feedbacks und das Engagement – damit wir zeitnah mehr Menschen dabei unterstützen können mental gesund zu bleiben und das eigene Stresserleben besser zu gestalten.

… und frohe Ostern!